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Am 10. Juni 1925 eröffnete Ludwig Marxer seine Kanzlei in Vaduz. Hundert Jahre später ist daraus die älteste und grösste Anwaltskanzlei Liechtensteins geworden. Rund 30 Juristinnen und Juristen und mehr als 60 Mitarbeitende arbeiten heute am Sitz an der Heiligkreuz-Strasse. Sie beraten Banken, Unternehmen und vermögende Privatpersonen aus aller Welt. Das Geschäft folgt dem, wofür der Finanzplatz Liechtenstein bekannt ist. Die Anwältinnen und Anwälte begleiten Bankgeschäfte und Kapitalmarkttransaktionen, richten Stiftungen und Trusts für internationale Familien ein und beraten Unternehmen bei Übernahmen und in Steuerfragen. Geht es in Vaduz um ein Wirtschaftsstrafverfahren, sitzt häufig jemand aus diesem Haus auf der Verteidigerbank. Rein national sind solche Mandate selten. Liechtensteins Recht ist eng mit dem europäischen verzahnt, und über das Kanzleinetzwerk Lex Mundi arbeitet Marxer & Partner mit Partnerkanzleien in mehr als 100 Ländern zusammen. An der Spitze stehen rund 15 Partnerinnen und Partner, unter ihnen mit Florian und Peter Marxer noch immer die Gründerfamilie. Die Kanzlei hat eine ungewöhnlich lange Geschichte. In den 1930er-Jahren beriet sie zahlreiche eingebürgerte Geflüchtete und wurde dafür 1940 sogar Ziel eines Sprengstoffanschlags. Aus dem Haus sind über die Jahrzehnte eigene Unternehmen hervorgegangen, etwa die Treuhandgesellschaft Confida und die frühere Centrum Bank. Für den Berufseinstieg heisst das vor allem Breite. Wer als Associate anfängt, bekommt es mit Gesellschaftsrecht ebenso zu tun wie mit Stiftungsrecht, Bankenaufsicht oder einem grenzüberschreitenden Mandat. Hinter den Anwältinnen und Anwälten steht ein grosses Team aus Rechtsanwaltsfachkräften und Verwaltung. Dass die Kanzlei mit «Liechtenstein Business Law» das Standardwerk zum liechtensteinischen Wirtschaftsrecht herausgibt, sagt einiges über das fachliche Niveau, an dem man hier mitarbeitet. Geführt wird Marxer & Partner als Anwaltspartnerschaft mit Sitz in Vaduz. 2025 feierte die Kanzlei ihr hundertjähriges Bestehen.

Über 3.500 Menschen arbeiten an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und längst nicht alle stehen im Hörsaal. Gärtnerinnen pflegen den Botanischen Garten, Elektroniker halten die Gebäudetechnik in Betrieb, und in der Verwaltung organisieren Kaufleute für Büromanagement den Prüfungsbetrieb für rund 28.000 Studierende. Damit gehört die HHU zu den großen öffentlichen Arbeitgebern der Landeshauptstadt. Fünf Fakultäten teilen sich einen zusammenhängenden Campus im Süden der Stadt. Die Medizin ist die älteste von ihnen, die Juristische Fakultät nahm den Lehrbetrieb erst 1994 auf. Die Wurzeln reichen bis zur Medizinischen Akademie von 1907 zurück; 1965 wurde daraus eine Universität, den Namen des in Düsseldorf geborenen Dichters trägt sie seit 1988. Kurze Wege sind hier keine Floskel: Wer vormittags im Labor steht, erreicht die Universitäts- und Landesbibliothek zu Fuß. In der Pflanzenforschung führt die HHU den Exzellenzcluster CEPLAS an, gemeinsam mit der Universität zu Köln und mit dem Forschungszentrum Jülich als Partner. Die dritte Förderperiode läuft von 2026 bis 2032. Untersucht wird dort, wie Pflanzen und die Mikroorganismen um sie herum mit Trockenheit und knappen Nährstoffen zurechtkommen. Solche Verbünde bringen langfristig finanzierte Stellen für Doktorandinnen, Postdocs und technisches Personal mit sich. Träger ist das Land Nordrhein-Westfalen. Neben Professuren schreibt die Universität regelmäßig Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau sowie in Technik und Verwaltung aus. Sie bildet auch selbst aus, in elf Berufen und im Schnitt mit 15 bis 20 Plätzen pro Jahr, vergütet nach dem Tarifvertrag der Länder. Buchbinderinnen lernen hier ebenso wie Fachinformatiker und Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Bibliothek. Für die Beschäftigten gibt es das Weiterbildungsprogramm ProFiL, Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine Dual-Career-Beratung, wenn Partnerin oder Partner mit nach Düsseldorf ziehen. Nach außen versteht sich die HHU als Bürgeruniversität und öffnet Vorträge und Projekte für die Stadt; international ist sie unter anderem an der europäischen Hochschulallianz UNIVERSEH beteiligt. Eine tagesaktuelle Aufschlüsselung des Personals nach Berufsgruppen veröffentlicht die Universität nicht. Was der Standort hervorbringen kann, zeigt ein Blick zurück: 1984 gründeten Forschende der Universität das Biotechnologieunternehmen Qiagen, das heute weltweit Technik für Probenvorbereitung und molekulare Diagnostik liefert.

Ashurst ist eine führende internationale Anwaltskanzlei, die Unternehmen, Finanzinstitutionen und Regierungen berät. Unsere Kerngeschäftsfelder umfassen die Bereiche Corporate, Finance, Dispute Resolution, sowie die Entwicklung und Finanzierung von Assets in den Sektoren Energie, Ressourcen und Infrastruktur. Im November 2013 haben Ashurst LLP und Ashurst Australia (ehemals Blake Dawson) fusioniert, um ein globales Team zu bilden. Globale Präsenz Wir verfügen über 28 Büros in 16 Ländern sowie über eine Best-Friend-Beziehung zu einer indischen Kanzlei. Mit mehr als 400 Partnern und insgesamt 1.700 Rechtsanwälten verbinden wir die internationalen Kenntnisse eines globalen Netzwerks mit lokalem Marktwissen. Nahtloser Mandantenservice Wir bieten weltweit exzellente, wirtschaftlich relevante Rechtsberatung und stellen Anwälteteams zusammen, die auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Mandanten zugeschnitten sind. Dabei verbinden wir juristisches Spezialwissen mit Branchenerfahrungen und regionalen Kenntnissen. Wir haben zahlreiche große, komplexe Transaktionen und Projekte über mehrere Jurisdiktionen hinweg erfolgreich gesteuert und beraten. Unser Ziel ist es, zum Kern Ihrer rechtlichen Bedürfnisse vorzudringen und praxisrelevante, wirtschaftliche Lösungen zu liefern.

MM ist ein weltweit führender Produzent von Consumer Packaging. Die Gruppe bietet Verpackungslösungen aus Karton und Faltschachteln mit einem attraktiven Angebot bei Kraftpapieren, ungestrichenen Feinpapieren, Beipackzettel und Etiketten. MM fördert nachhaltige Entwicklung durch innovative, recycelbare Verpackungen und Papierprodukte.

EGGER Holzwerkstoffe stellt aus Holz die Platten her, aus denen später Küchen, Fußböden und Büromöbel werden. Angefangen hat das 1961 mit einem einzigen Spanplattenwerk in St. Johann in Tirol. Heute arbeiten rund 12.000 Menschen für die Gruppe, an 22 Werken in elf Ländern. Der Stammsitz ist in Tirol geblieben. Das Kerngeschäft dreht sich um Holzwerkstoffe. Aus Spänen und Holzfasern presst EGGER Platten, veredelt sie mit Dekoren und macht daraus Laminatböden, Arbeitsplatten und Material für den Möbelbau. Die Kunden sitzen in der Möbelindustrie, im Holzhandel und auf dem Bau. Wer daheim ein Küchenregal zusammenschraubt, hält womöglich ein Stück davon in der Hand. Der Maßstab ist industriell: Rund 10,8 Millionen Kubikmeter verlassen die Werke pro Jahr, der Gruppenumsatz lag im Geschäftsjahr 2024/25 bei 4,13 Milliarden Euro. Getragen wird das von einem Familienunternehmen, seit der Gründung 1961 in Familienhand. Das zeigt sich an der Kontinuität. Der Stammsitz steht bis heute in St. Johann in Tirol, wo Fritz Egger senior das erste Spanplattenwerk baute. In Österreich kamen Wörgl (1966) und Unterradlberg (1970) dazu, weltweit sind es inzwischen 22 Werke in elf Ländern. Über zwanzig Vertriebsbüros von Poznań bis Tokio bringen die Ware zu den Kunden. Wer international arbeiten möchte, muss dafür nicht das Unternehmen wechseln. Die Arbeit selbst ist vielseitig. In den Werken laufen die Anlagen rund um die Uhr im Schichtbetrieb; an Pressen und Trocknern stehen Maschinenbediener, Verfahrenstechniker und Elektriker. Ein Konzern dieser Größe braucht daneben Fachleute für Holzeinkauf und Logistik, für Produktentwicklung, Vertrieb und Verwaltung, dazu Lehrlinge in technischen und kaufmännischen Berufen. Wie viele davon allein in Österreich arbeiten, weist EGGER nicht gesondert aus; gruppenweit sind es rund 12.000 Menschen. Dass die Baukonjunktur zuletzt schwächelte, spürt die ganze Branche. EGGER investierte trotzdem weiter und steckte im Geschäftsjahr 2024/25 rund 435 Millionen Euro in seine Werke.

1959 baute Glatt die erste industriell nutzbare Wirbelschichtanlage für die Pharmaindustrie. Das Prinzip dahinter klingt simpel: Pulver schwebt in einem warmen Luftstrom, wird besprüht, trocknet und wächst dabei zu Granulat oder Pellets heran. Heute arbeiten solche Anlagen in Tablettenproduktionen, in Werken für Instantprodukte und in der Futtermittelherstellung. Gebaut, geplant und weiterentwickelt werden sie von rund 3.000 Menschen an 18 Standorten der Glatt-Gruppe. Der Firmensitz liegt in Binzen bei Lörrach, im Dreiländereck zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Werner Glatt gründete das Unternehmen 1954 im benachbarten Weil-Haltingen, damals noch mit Ofenrohren im Programm. Geführt wird es bis heute von der Familie, inzwischen in dritter Generation. Im Mittelpunkt des Geschäfts stehen Feststoffe, vor allem Pulver. Pharma- und Biotechkunden lassen Wirkstoffe zu Granulaten, Pellets und beschichteten Tabletten verarbeiten, Lebensmittelhersteller nutzen verwandte Verfahren, damit sich ein Instantpulver später ohne Klumpen auflöst. Dazu kommen Feinchemie, Kosmetik, Agrarchemie und Pulver für Batterien. Glatt liefert dabei nicht nur Maschinen: Im Labor entstehen Rezepturen und Verfahren, Produkte werden bis in klinische Studien begleitet, und im Anlagenbau plant das Unternehmen komplette Produktionswerke samt Gebäude und Reinraumtechnik. Nach eigenen Angaben sind daraus über 17.000 Projekte geworden, mit Kunden in mehr als 160 Ländern. Entsprechend unterschiedlich sind die Berufe unter diesem Dach. In der Fertigung montieren Anlagenbauer Apparate aus Edelstahl, im Technikum prüfen Verfahrenstechnikerinnen, wie sich ein neues Pulver unter der Sprühdüse verhält, und in der Projektleitung koordinieren Ingenieure den Aufbau ganzer Werke beim Kunden vor Ort. Auf dem eigenen Stellenportal sind laufend mehrere Dutzend Positionen ausgeschrieben, vom Ausbildungsplatz bis zur Führungsaufgabe. Wer einsteigen will, kann das direkt nach der Schule tun. Glatt bildet technisch und kaufmännisch aus und bietet duale Studiengänge an. Für die Weiterbildung gibt es in Binzen ein eigenes Technology Training Center, in dem auch Kunden geschult werden. Die Führungsarbeit beschreibt das Unternehmen selbst mit "Fördern und Fordern" und dem Ansatz Positive Leadership. International wird es, ohne dass man das Unternehmen wechseln muss. Neben Binzen gehören unter anderem Dresden und Weimar zur Gruppe, im Ausland etwa Pratteln bei Basel, Dijon und Ramsey im US-Bundesstaat New Jersey. Wie viele der rund 3.000 Beschäftigten auf die Binzener GmbH selbst entfallen, weist das Unternehmen nicht gesondert aus. Seit 2011 gehört Glatt zur Allianz Excellence United, in der vier spezialisierte Maschinenbauer, darunter Fette Compacting und Uhlmann, ihre Technik zu durchgängigen Produktionslinien für die Pharmaindustrie zusammenführen.

Wer im Spital Blut abgibt, bekommt kurz darauf Werte zurück: Blutzucker, Cholesterin, Entzündungsmarker. Ein großer Teil dieser Analysen läuft über Geräte und Tests von Roche. Die Roche Diagnostics GmbH bringt genau diese Technik in Österreich zu Laboren, Kliniken und Arztpraxen und sorgt dafür, dass sie im Alltag verlässlich arbeitet. Das Feld ist breiter, als viele vermuten. In der Molekulardiagnostik weisen PCR-Tests Viren und Krankheitserreger nach. In der klinischen Chemie und Immunologie messen Automaten Werte wie Glukose oder Cholesterin in großer Zahl. Dazu kommen Gewebeproben für die Krebsdiagnostik, die DNA-Sequenzierung und Systeme, die ganze Labore automatisieren. Roche selbst spricht von der breitesten Diagnostika-Palette der Branche. Ein zweiter Bereich trifft Menschen mit Diabetes direkter. Die Accu-Chek-Messgeräte kennen viele aus der Apotheke, dazu die App mySugr, mit der sich Blutzuckerwerte festhalten und im Alltag im Blick behalten lassen. Geschult wird dafür in einem eigenen Trainingszentrum in Wien. Der Sitz liegt in Wien-Floridsdorf, an der Engelhorngasse. Die Gesellschaft gehört zum Schweizer Roche-Konzern mit Zentrale in Basel, einem der weltweit großen Namen in Diagnostik und Pharma. Rund 500 Menschen arbeiten in Wien für Roche, aufgeteilt auf die Sparten Pharma, Diagnostik und Diabetes Care; eine eigene Zahl nur für die Diagnostik nennt das Unternehmen nicht. Die Aufgaben sind entsprechend unterschiedlich. Man kann im Außendienst Labore betreuen, Geräte technisch warten, in der Zulassung an regulatorischen Fragen arbeiten oder im medizinischen Support Ärztinnen und Ärzten weiterhelfen. Fällt in einem Wiener Labor ein Analysegerät aus, ist es diese Gesellschaft, die dafür sorgt, dass es wieder läuft.

Ein Familienunternehmen wechselt den Eigentümer, ein Konzern braucht Geld für eine Übernahme, eine Kommune vergibt ein Großprojekt: Bei solchen Vorhaben sitzen bei Heuking häufig Rechtsanwältin, Steuerberater und Notar an einem Tisch. Rund 450 Berufsträgerinnen und Berufsträger arbeiten heute an acht Standorten zwischen Berlin, Chemnitz und Stuttgart. Angefangen hat das 1971 mit zwei Anwälten in Düsseldorf, wo die Partnerschaft bis heute ihren Sitz hat. Beraten wird so ziemlich alles, was Unternehmen juristisch beschäftigt. Ein Team begleitet den Verkauf eines Mittelständlers durch die Due Diligence, im Nachbarbüro streiten Kolleginnen vor Gericht über eine Marke, wieder andere prüfen, ob eine Kündigung hält oder ob ein Vergabeverfahren sauber gelaufen ist. 21 Praxisgruppen hält die Kanzlei dafür vor, gearbeitet wird in 21 Sprachen. Die Mandanten sind deutsche und internationale Mittelständler, Großkonzerne und öffentliche Auftraggeber. Zuletzt hat Heuking ein Feld ausgebaut, das lange keine große Rolle spielte: Luft- und Raumfahrt und Verteidigung. Die Zahlen dahinter sind veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz bei 211,8 Millionen Euro, knapp fünf Prozent über dem Vorjahr und über dem bisherigen Rekord von 2023; 445 Berufsträger erwirtschafteten das, rechnerisch 516.000 Euro pro Kopf. In der JUVE-Rangliste der umsatzstärksten deutschen Kanzleien steht Heuking damit auf Platz 17. Bemerkenswert ist dabei, was nicht passiert ist: Während viele große deutsche Sozietäten seit den Neunzigern in angelsächsischen Kanzleien aufgingen, hat Heuking eine internationale Fusion bewusst abgelehnt und arbeitet im Ausland stattdessen mit befreundeten Kanzleien zusammen. Die Entscheidungen fallen also weiter in Düsseldorf, München oder Hamburg. (Quellen: heuking.de sowie LTO, März 2026) Für den Einstieg heißt das vor allem eines: früher Mandantenkontakt. Wer nach dem Referendariat anfängt, steht nach dem ersten Berufsjahr auf dem Briefbogen und führt nach drei Jahren den Titel Senior Associate. Danach gabelt sich der Weg mehrfach, in die Salaried- oder Equity-Partnerschaft ebenso wie in eine Counsel-Rolle. Ein Up-or-out gibt es nach Darstellung der Kanzlei nicht. Weiterbildung bündelt die HEUKING ACADEMY, Teilzeit ist möglich, die Charta der Vielfalt hat die Sozietät 2014 unterzeichnet. Referendarinnen und Referendare, Praktikanten und wissenschaftliche Mitarbeiter haben jeweils eigene Programme. Jura studiert haben längst nicht alle, die hier arbeiten. Die Kanzlei bildet auch in kaufmännischen Berufen selbst aus, und hinter den 445 Berufsträgern steht ein deutlich größerer Apparat aus Sekretariat, Verwaltung, IT und Marketing. Gehaltsbänder macht Heuking öffentlich nicht bekannt, das erfährt man erst im Gespräch. Gewachsen wird weiter aus beiden Richtungen: Zum Jahreswechsel 2025/26 rückten sechs eigene Leute in Partner- und Associate-Positionen auf, im Februar 2026 wechselten fünf Anwältinnen und Anwälte von Norton Rose Fulbright zu Heuking.

Ein leerstehendes Großhandelslager an der Dresdner Breitscheidstraße, eine stillgelegte Coca-Cola-Abfüllanlage in Radeberg: Mit solchen Objekten arbeitet Ventura Investment. Gekauft, saniert, wieder vermietet. An der Breitscheidstraße sitzen heute unter anderem Bike24 und XXL Sport. Das zweite Standbein sind Beteiligungen an jungen Technologiefirmen aus Dresden und Umgebung. Die Wurzeln reichen ins Jahr 1995 zurück. Damals übernahm Thomas Bohn die Dresdner Firma Mende Bürotechnik, vier Jahre später gründete er daraus Saxoprint und die Saxocom Büro- & Informationssysteme AG. Beide wuchsen und wechselten später den Besitzer: Saxocom ging 2009 an Canon Deutschland, Saxoprint 2012 an die Oldenburger CEWE Color, damals eine Druckerei mit rund 370 Beschäftigten und 31,4 Millionen Euro Umsatz (CEWE-Mitteilung, Februar 2012). Im selben Jahr entstand Ventura Investment als Gesellschaft, die Beteiligungen und Vermögenswerte hält. Seitdem läuft das Geschäft auf zwei Gleisen. Im Immobilienteil geht es um Flächen, die andere abgeschrieben haben. In Radeberg wurde bis 2001 Coca-Cola abgefüllt, heute stehen dort Lager- und Logistikhallen. Am Nickerner Weg in Dresden sind es Logistikflächen mit Lkw-Stellplätzen und angeschlossenen Büros, in Heidenau Gewerbe- und Ausstellungsräume, in denen In Joy und Multimöbel eingemietet sind. Am Firmensitz im Ostragehege stehen Gebäude aus der Zeit des Stadtbaurats Hans Erlwein, die auf eine neue Nutzung warten. Wer hier arbeitet, sieht das Ergebnis der eigenen Arbeit an einem Gebäude, nicht nur in einer Tabelle. Das zweite Gleis sind Beteiligungen an Technologiefirmen. Ventura Investment gehörte zu den Hauptinvestoren der Dresdner Senorics GmbH, die Nahinfrarot-Sensoren im Format kleiner als eine Ein-Cent-Münze entwickelt; in der Pre-Series-A-Runde kamen insgesamt mehr als acht Millionen Euro zusammen (Startup Mitteldeutschland, Bericht zur Finanzierungsrunde 2021). Beteiligt ist das Unternehmen außerdem an der Gesundheits-Software-Firma scanacs und an der Onlinemarketing-Agentur WEBneo, die mit über 30 Beschäftigten in Dresden und Leipzig E-Commerce-Projekte umsetzt. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: sehr unterschiedliche Aufgaben unter einem Dach. Ausgeschrieben werden Stellen über die verbundenen Firmen, etwa als Hausverwalter oder Immobilienkauffrau bei Cubus Immobilien und im Facilitymanagement bei SaxoFacility Management & Development Dresden. Mentoring, Qualifizierungen und Seminare gehören zur Personalentwicklung. Im Haus gibt es ein Fitnessstudio und eine Lounge, dazu Homeoffice und flexible Arbeitszeiten. Ein Sommerfest und eine Kick-off-Party pro Jahr sind gesetzt. Wie viele Menschen für Ventura Investment selbst arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht; Bewerbungen gehen an HR-Managerin Franziska Uhlig. Seit vielen Jahren unterstützt die Firma den Dresdner Sonnenstrahl e.V., einen von knapp 100 Elternvereinen in Deutschland, die sich um krebskranke Kinder und Jugendliche und deren Familien kümmern.

Rund 3.000 Studierende und Beschäftigte aus 89 Nationen treffen in einer steirischen Kleinstadt aufeinander. Die Montanuniversität Leoben ist eine der kleinsten Universitäten Österreichs. Das prägt den Alltag: kurze Wege, persönliche Betreuung und viel direkter Kontakt zwischen Forschung, Lehre und Industrie. Gegründet wurde die Hochschule 1840, und das Grundthema ist bis heute dasselbe geblieben: Rohstoffe. Wie man sie gewinnt, verarbeitet und am Ende wieder in den Kreislauf zurückbringt. In den Labors entwickeln Werkstofftechnikerinnen neue Metalllegierungen. Ein paar Türen weiter tüfteln Kunststofftechniker an Materialien, für die Leoben weit über Österreich hinaus bekannt ist. Und in der Erdöl- und Geoenergietechnik geht es um Rohstoffe und Energie aus dem Untergrund. Zwölf Departments bündeln diese Arbeit. 13 Bachelor- und 27 Masterstudien bauen darauf auf, vieles davon technisch, einiges einzigartig im deutschsprachigen Raum. Als Arbeitgeber beschäftigt die Universität rund 1.380 Menschen, ein großer Teil davon in Forschung und Lehre. Gebraucht werden aber nicht nur Professorinnen und wissenschaftliche Mitarbeiter. In den Werkstätten und Labors arbeitet technisches Personal, dazu kommen Beschäftigte in Verwaltung, IT und Bibliothek. Geleitet wird die Hochschule seit Oktober 2023 von Rektor Peter Moser. Gemeinsam mit der TU Graz und der TU Wien bildet Leoben den Verbund TU Austria, und über diese Schiene reicht die Forschung weit in die Industrie hinein. Zuletzt hat sich die Universität stark auf grüne Technologien ausgerichtet. Recycling und Kreislaufwirtschaft haben in Forschung und Lehre spürbar an Gewicht gewonnen.

64 selbstständige Raiffeisenbanken mit zusammen rund 344 Filialen prägen das Bankgeschäft in Oberösterreich. Ihr gemeinsames Spitzeninstitut steht am Europaplatz in Linz: die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG. Sie übernimmt dort die Geschäfte, die für eine einzelne Regionalbank zu groß sind, vom Firmenkundengeschäft bis zur Beteiligung an Industrieunternehmen. Wer hier arbeitet, sitzt an einer der zentralen Schaltstellen der österreichischen Raiffeisen-Gruppe. Das Tagesgeschäft reicht weit über den Bankschalter hinaus. Privatkunden führen hier ihr Konto, oberösterreichische Betriebe finanzieren ihre Investitionen, und große Unternehmen holen sich Kapital für den nächsten Schritt. Daneben verwaltet die Bank ein umfangreiches Beteiligungsportfolio. Sie ist Kernaktionärin des Linzer Stahlkonzerns voestalpine und hält Anteile an der Raiffeisen Bank International sowie an der tschechischen Raiffeisenbank a.s. Allein diese drei Beteiligungen trugen 2025 jeweils über 90 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Die Zahlen zeigen die Größenordnung. Die Konzernbilanzsumme lag Ende 2025 bei 48,7 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss vor Steuern bei 748,3 Millionen Euro. Rund 7.800 Menschen arbeiten im Konzern, der 154 vollkonsolidierte Gesellschaften umfasst. Beraten wird dabei nicht nur in Österreich. Neben Linz, Salzburg und Wien ist die Bank an neun Standorten in Deutschland und in Prag vertreten. Entsprechend breit sind die Tätigkeitsfelder. In der Kundenberatung begleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Privat- und Firmenkunden durch ihre Finanzierungen, im Beteiligungsmanagement analysieren Spezialisten Industrie- und Bankbeteiligungen, dazu kommen Aufgaben in Risikomanagement, IT und Treasury. Die Bank geht auf das Genossenschaftsmodell Friedrich Wilhelm Raiffeisens zurück und arbeitet nach dessen Grundsätzen von Solidarität und Subsidiarität. Als Spitzeninstitut der oberösterreichischen Raiffeisenbanken verbindet sie regionale Verankerung mit internationaler Reichweite. Geführt wird die Aktiengesellschaft seit Mai 2025 von Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Oppenhoff & Partner – Gemeinsam einzigartig Oppenhoff & Partner ist eine der führenden unabhängigen und international tätigen Wirtschaftskanzleien in Deutschland und steht für mehr als 100 Jahre Rechts- und Steuerberatung auf höchstem Niveau. Aus unseren Büros in Köln, Frankfurt am Main und Hamburg beraten wir deutsche und internationale Konzerne sowie mittelständische und familiengeführte Unternehmen in allen wichtigen Bereichen des Wirtschafts- und Steuerrechts. Unser Anspruch ist es, mit individuellen Lösungen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Dabei arbeiten wir regelmäßig mit führenden Kanzleien aus den wichtigsten Jurisdiktionen weltweit zusammen. Sie suchen spannende Aufgaben, eine starke Gemeinschaft und individuelle Förderung? Warum Oppenhoff & Partner? Unser Anspruch ist es, Sie zu einem exzellenten Wirtschaftsanwalt und außergewöhnlichen Berater auszubilden. Bei uns arbeiten Persönlichkeiten, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch das Geschäft und die Bedürfnisse unserer Mandanten verstehen. Um Sie adäquat darauf vorzubereiten, unterstützen wir Ihre Entwicklung durch ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und ermutigen Sie, sich aktiv einzubringen. Von Beginn an arbeiten Sie an herausfordernden Mandaten und stehen im unmittelbaren Kontakt mit unseren Mandanten. Erfahrene Kollegen führen Sie dabei schrittweise an die Übernahme von Verantwortung heran, beantworten Ihre Fragen und gewährleisten eine kompetente, individuelle Betreuung. Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben. Wir führen die Stärken jedes Einzelnen zusammen, um gemeinsam die besten Lösungen für unsere Mandanten zu finden. Gemeinsam einzigartig. Unsere Tätigkeit ist spannend – Tag für Tag. Im Team für unsere Mandanten Erfolge zu erzielen, bereitet uns viel Freude. Uns ist es wichtig, dass Sie langfristig mit Spaß bei der Sache sind. Dafür ist ein gesundes Verhältnis zwischen Beruf und Freizeit wichtig. Wir legen Wert darauf, dass neben dem Beruf ein erfülltes Privatleben geführt werden kann. Daher haben wir bei uns keine formalistische „Präsenz-Kultur“. Wochenenden dienen der Erholung und Ihre 30 Tage Urlaub im Jahr können Sie ebenfalls nehmen – darauf achten wir. Unsere Sozietät unterstützt zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gemeinsam finden wir mit unseren Mitarbeitern entsprechende Lösungen, wie zum Beispiel Teilzeit-Modelle. Sie möchten promovieren und benötigen etwas mehr Zeit, um an Ihrer Doktorarbeit zu schreiben? Kein Problem. Wir unterstützen ambitionierte Mitarbeiter und finden Wege, Ihnen den nötigen Freiraum zu ermöglichen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob wir zueinander passen. Wir sind darauf gespannt, Sie kennenzulernen. Mehr über Ihre Einstiegsmöglichkeiten – ob als Praktikant (m/w/div.), Referendar (m/w/div.) oder Anwalt (m/w/div.) – erfahren Sie auf www.oppenhoff.eu/de/karriere.html .

Rechtsanwältinnen, Steuerberater und Wirtschaftsprüferinnen arbeiten hier an denselben Mandaten, oft im selben Team. Gegründet wurde die Sozietät 1972 in Bonn von zwei Steuerrechtlern. Heute arbeiten über 1.100 Menschen an sieben deutschen Standorten für Flick Gocke Schaumburg. Der Schwerpunkt liegt seit über 50 Jahren auf dem deutschen und internationalen Steuerrecht. Steuerzentrierte Rechtsberatung nennt FGS das eigene Modell. Im Kern stehen Steuerfragen, an die sich Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Prüfung und Bewertung anschließen. Im Steuerstrafrecht verteidigen Anwältinnen ihre Mandanten, ein paar Türen weiter rechnen Wirtschaftsprüfer Unternehmenswerte für eine Umstrukturierung durch. Zu den Mandanten zählt ein Großteil der DAX-Konzerne, daneben Unternehmerfamilien, die ihre Nachfolge ordnen wollen, Stiftungen und Finanzinvestoren. In den JUVE-Handbüchern steht die Kanzlei im Steuerrecht seit Jahren an der Spitze. Gewachsen ist das Haus stetig. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Umsatz bei 241 Millionen Euro, rund zwölf Prozent mehr als im Jahr davor (juve-steuermarkt.de, März 2024); aktuellere Zahlen veröffentlicht die Sozietät nicht regelmäßig. Getragen wird sie von 99 Partnerinnen und Partnern sowie 106 assoziierten Partnerinnen und Partnern, Stand Januar 2026. Für Bewerberinnen und Bewerber aufschlussreich: Alle zum Jahreswechsel 2026 Ernannten haben ihre Laufbahn im Haus gemacht. Türen zum Einstieg gibt es mehrere. Studierende arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeitende mit, Referendarinnen absolvieren ihre Stationen, Praktika laufen in den Fachbereichen wie in den Business Services. Die Kanzlei unterstützt die Berufsexamina zum Steuerberater und zur Wirtschaftsprüferin und lässt Promotionen neben der Arbeit zu. Über das internationale Beratungsnetzwerk Taxand, dessen Austauschprogramm Lexchange und Secondments zu Mandanten kommen Berufsträger auch außerhalb Deutschlands zum Einsatz. Und nicht alle hier sind Jurist oder Steuerberaterin: IT und Personalabteilung gehören genauso zum Haus. Der Hauptsitz liegt in Bonn, seit 2016 im eigens errichteten FGS Campus. Sechs weitere Büros stehen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart. Geführt wird die Partnerschaft mbB seit Anfang 2024 von Managing Partner Matthias Rogall. Angefangen hat alles 1972 mit Hans Flick und Rudolf Gocke; seit 2021 gehört FGS zu den zehn umsatzstärksten Kanzleien Deutschlands.

Die Raiffeisen Bank International AG & RZB-Gruppe beschäftigt alleine im Bereich IT in Wien rund 500 MitarbeiterInnen. IT ist Ihre Disziplin? Wir bieten Ihnen ein breites Aufgabenspektrum: Entwicklung und Betreuung von Bankensoftware, technischer Support der Fachabteilungen, projektübergreifende Tätigkeit im Rahmen von IT- , Security- und Business-Projekten. Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) ist eine vollkonsolidierte Tochter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Die RBI betrachtet Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. 14 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt, darüber hinaus umfasst die Gruppe zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen beispielsweise in den Bereichen Leasing, Vermögensverwaltung und Mergers and Acquisitions. Insgesamt betreuen rund 51.000 Mitarbeiter 14,2 Millionen Kunden in rund 2.600 Geschäftsstellen, der überwiegende Teil davon in CEE. Unsere Firmenkultur gewährleistet, dass für unser geschäftliches und ethisches Verhalten höchste Standards eingehalten werden, die auf den folgenden Wertvorstellungen basieren: Kundenorientierung Professionalität Qualität Gegenseitiger Respekt Initiative Teamwork Integrität Eigenschaften, die BewerberInnen mitbringen sollten: * Analytisches Denken * Selbständige und strukturierte Arbeitsweise * Fachliches Interesse * Freude an der Arbeit im Team Aufnahmeverfahren: Interview mit Fachabteilung und Human Resources Joblink: https://jobs.rbinternational.com/

In Hechingen entstehen Implantate zum Teil in Handarbeit. Auf feine Textilschläuche werden Drahtgeflechte aufgenäht, weil das bis heute keine Maschine präzise genug hinbekommt. Später schieben Chirurginnen und Chirurgen diese Stentprothesen minimalinvasiv in die Hauptschlagader von Patienten mit einem Aneurysma und verhindern damit lebensgefährliche Risse. Entwickelt und gefertigt werden sie seit dem Jahr 2000 von der JOTEC GmbH. JOTEC baut Stentgraft-Systeme und Gefäßprothesen für die Aorta und die peripheren Gefäße, dazu die Einführsysteme, mit denen Gefäßchirurgen und interventionelle Radiologen sie einsetzen. Kunden sind Kliniken und die Ärztinnen und Ärzte, die dort operieren. Seit 2017 gehört das Unternehmen zum amerikanischen Medizintechnikkonzern CryoLife, der sich 2022 in Artivion umbenannt hat und heute weltweit über 1.600 Menschen beschäftigt. Gefertigt wird im Konzern an drei Standorten, zwei davon in den USA, einer in Hechingen. Der schwäbische Standort ist damit die einzige Produktion in Europa, und er bündelt neben der Fertigung auch Entwicklung und Verwaltung. Wie ernst es der Konzern mit Hechingen meint, lässt sich an Beton und Technik ablesen. 2022 ging dort eine knapp 6.000 Quadratmeter große Erweiterung in Betrieb. Herzstück ist ein Reinraum der ISO-Klasse 8 mit 1.500 Quadratmetern Fläche, 22 Räumen und Schleusen, die für über 250 Beschäftigte ausgelegt sind. Bis zu 190 Näherinnen und Näher können hier im Schichtbetrieb arbeiten. Branchenberichte nannten zuletzt rund 500 Beschäftigte am Standort (Stand 2023); eine tagesaktuelle Zahl veröffentlicht das Unternehmen selbst nicht. Entsprechend breit ist, wer hier gesucht wird. Neben Produktionsmitarbeitenden für die Stentherstellung schreibt JOTEC regelmäßig Stellen in der Produktentwicklung und in der Qualitätssicherung aus. Ein eigener Bereich Regulatory Affairs kümmert sich darum, dass die Implantate ihre Zulassungen bekommen und behalten. Ausgebildet wird auch. Zum 1. September 2026 sucht das Unternehmen angehende Maschinen- und Anlagenführer, zuletzt standen außerdem Ausbildungsplätze zum Industriekaufmann und zur Fachkraft für Lagerlogistik im Stellenportal. Eins sollte man beim Bewerben wissen: Der Webauftritt läuft inzwischen unter dem Konzernnamen Artivion, das Stellenportal mit den offenen Positionen liegt weiterhin unter jotec.com. Rechtlich bleibt es die JOTEC GmbH mit Sitz in Hechingen. Und genäht wird dort nach wie vor von Hand.

Am 1. April 1949 eröffnete Alfred Gleiss in Stuttgart ein Büro für Entflechtungs- und Wettbewerbsfragen, spezialisiert allein auf Kartellrecht. 1962 war die Kanzlei die erste deutsche Sozietät mit einem eigenen Büro in Brüssel. Heute arbeiten rund 800 Menschen für Gleiss Lutz, an sechs deutschen Standorten sowie in Brüssel und London. Der Sitz ist nach wie vor Stuttgart. Beraten werden Unternehmen, und zwar meist dann, wenn viel auf dem Spiel steht. Ein Konzern will einen Wettbewerber übernehmen und braucht dafür die Freigabe der Kartellbehörden. Ein Unternehmen gerät ins Visier der EU-Kommission. Ein Streit über einen Großauftrag landet vor dem Schiedsgericht. Für solche Mandate stellt die Kanzlei Teams zusammen, die häufig über mehrere Rechtsgebiete und Büros hinweg an einem Fall arbeiten. Das Kartellrecht, mit dem alles anfing, ist bis heute ein Aushängeschild. Dazugekommen sind Felder wie die Beratung nach Cyberangriffen oder ESG-Themen. Organisiert ist Gleiss Lutz als Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung, die Kanzlei gehört also ihren Partnerinnen und Partnern selbst. Im Stuttgarter Partnerschaftsregister sind derzeit 88 von ihnen eingetragen (Stand: März 2026). Im Geschäftsjahr 2024/25 stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 288,8 Millionen Euro, einer der deutlichsten Zuwächse unter den zehn umsatzstärksten deutschen Wirtschaftskanzleien (LTO/JUVE, September 2025). Eigene Auslandsbüros gibt es nur in Brüssel und London. Jenseits davon arbeitet die unabhängige Sozietät mit befreundeten Kanzleien zusammen, etwa mit Chiomenti in Italien und Gide Loyrette Nouel in Frankreich, was Mandate mit grenzüberschreitendem Bezug zum Alltag macht. Für den juristischen Nachwuchs ist Gleiss Lutz eine der großen Ausbildungsadressen. Pro Jahr kommen rund 180 Referendarinnen und Referendare, etwa 150 wissenschaftliche Mitarbeitende und mehr als 100 Praktikantinnen und Praktikanten dazu, außerdem 45 bis 50 Berufseinsteigerinnen und -einsteiger als Associates (azur, abgerufen August 2026). Wer eine Referendarstation absolviert, wird nach Angaben der Kanzlei vom ersten Tag an in laufende Mandate eingebunden und bekommt Examensvorbereitung, Aktenvortrags- und Rhetoriktraining, Legal-English-Kurse sowie Zugang zum KI-System Harvey. Nicht alle hier sind Juristinnen und Juristen. Die Kanzlei stellt auch Assistenzkräfte und Fachleute für die Business Services ein, jeweils für Berufserfahrene wie für Einsteigerinnen und Einsteiger. Wie viele Menschen genau in diesen Bereichen arbeiten, weist Gleiss Lutz öffentlich nicht aus. Anwältinnen und Anwälte können sich für Auslandsaufenthalte bewerben, die Partnerschaft ist auch in Teilzeit möglich, und zweimal im Lauf der Karriere gibt es ein bezahltes Sabbatical von je einem Monat (azur, abgerufen August 2026). In Berlin sind einzelne Partner zusätzlich als Notare bestellt.

Wer einen Coaching-Vertrag über tausende Euro abgeschlossen hat und sein Geld zurückwill, oder als Privatpatient zu viel an die Krankenversicherung zahlt, landet in Deutschland oft bei dieser Kanzlei. GHENDLER RUVINSKIJ vertritt Verbraucherinnen und Verbraucher – nicht Konzerne. Geführt wird das Haus von den beiden Namensgebern Dr. Veaceslav Ghendler und Ilja Ruvinskij. Sitz ist Köln. Die Kanzlei hat sich auf Fälle spezialisiert, die viele Menschen gleichzeitig betreffen: Rückerstattungen bei der privaten Krankenversicherung, rückabgewickelte Coaching-Verträge, Streit ums Bank- und Kapitalmarktrecht, dazu Arbeits-, Versicherungs- und Datenschutzrecht. Nach eigenen Angaben hat das Anwaltsnetzwerk rund 60.000 Mandanten betreut und arbeitet mit etwa 50 Anwältinnen und Anwälten (gr-anwalt.de, abgerufen 27.06.2026). Mehrere der geführten Verfahren sind bis zum Bundesgerichtshof gegangen, unter anderem zu Coaching-Honoraren und zur PKV-Beitragsrückerstattung. Die GmbH ist Teil der Kooperation KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ, einem Zusammenschluss rechtlich selbständiger Kanzleien. Gearbeitet wird wie bei einer Legal-Tech-Kanzlei: stark standardisierte Abläufe, viel Technik, um gleichgelagerte Fälle in großer Zahl zu bearbeiten. Büros gibt es in Köln, Berlin, Essen, Frankfurt, Hamburg, München und Wien. Für Bewerber heißt das ein breites Spektrum an Rollen. Gesucht werden nicht nur Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Rechtsanwaltsfachangestellte, sondern auch wissenschaftliche Mitarbeiter, IT-Kräfte, Online-Marketing und Vertrieb – das technische Profil bringt Berufe an einen Tisch, die in einer klassischen Sozietät selten zusammensitzen. Die Kanzlei bezuschusst Fort- und Weiterbildung, von Fachanwaltslehrgängen über IT-Schulungen bis zu Coding-Camps. Daneben nennt sie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und ein betont lockeres Betriebsklima ohne Dresscode (anwalt-kg.de, abgerufen 27.06.2026). Ausgeschriebene Stellen, Ausbildungsplätze und Praktika laufen über die gemeinsame Karriereseite der Kooperation; eine eigene Mitarbeiterzahl allein für die Rechtsanwaltsgesellschaft mbH weist die Kanzlei öffentlich nicht aus.

Wer als Jurist die Kanzlei wechseln will oder als Kanzlei eine gute Besetzung sucht, landet in Wien oft bei Medved & Partner. Die Beratung im vierten Bezirk kümmert sich um genau diesen Markt: Anwältinnen und Anwälte, Rechtsabteilungen, Kanzleien. Ein schmales Feld, das die meisten Personalvermittler nur am Rand bedienen. Medved & Partner besetzt Positionen im Rechtsbereich und begleitet zugleich die Menschen, die diese Stellen ausfüllen. Recruiting ist das eine Standbein. Daneben stehen Coaching und Training, etwa Präsentations- oder Zeitmanagement-Seminare, zugeschnitten auf den Kanzleialltag, sowie Unternehmensberatung zu Organisation und Personalfragen. Für Firmen, die selbst rekrutieren, hat das Haus einen "Recruiting-Kompass" mitentwickelt, eine Art Leitfaden durch die Entscheidungen einer Personalsuche. Dass die Beratung den Rechtsmarkt so genau kennt, hat mit der Herkunft der Gründerin zu tun. Karin Medved war von 2003 bis 2013 Personalchefin bei Schönherr Rechtsanwälte, einer der großen Wiener Kanzleien, bevor sie ihre eigene Beratung aufbaute. Als offene Gesellschaft ist Medved & Partner seit Ende 2019 im Firmenbuch eingetragen. An ihrer Seite steht Christine Eder, die selbst als Juristin gearbeitet hat, 2018 als Beraterin einstieg und seit 2020 Partnerin ist. Wer hier anfängt, arbeitet also mit Leuten zusammen, die den Anwaltsberuf aus eigener Erfahrung kennen. Das Team ist klein und sitzt an einem einzigen Standort, in der Trappelgasse nahe dem Belvedere; eine Mitarbeiterzahl veröffentlicht die Firma nicht. Gearbeitet wird eng an den Auftraggebern. Mal geht es um eine konkrete Besetzung, mal um ein Coaching zu Führung oder Konflikten, mal um die Organisation einer Kanzlei.

