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Über 3.500 Menschen arbeiten an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und längst nicht alle stehen im Hörsaal. Gärtnerinnen pflegen den Botanischen Garten, Elektroniker halten die Gebäudetechnik in Betrieb, und in der Verwaltung organisieren Kaufleute für Büromanagement den Prüfungsbetrieb für rund 28.000 Studierende. Damit gehört die HHU zu den großen öffentlichen Arbeitgebern der Landeshauptstadt.
Fünf Fakultäten teilen sich einen zusammenhängenden Campus im Süden der Stadt. Die Medizin ist die älteste von ihnen, die Juristische Fakultät nahm den Lehrbetrieb erst 1994 auf. Die Wurzeln reichen bis zur Medizinischen Akademie von 1907 zurück; 1965 wurde daraus eine Universität, den Namen des in Düsseldorf geborenen Dichters trägt sie seit 1988. Kurze Wege sind hier keine Floskel: Wer vormittags im Labor steht, erreicht die Universitäts- und Landesbibliothek zu Fuß.
In der Pflanzenforschung führt die HHU den Exzellenzcluster CEPLAS an, gemeinsam mit der Universität zu Köln und mit dem Forschungszentrum Jülich als Partner. Die dritte Förderperiode läuft von 2026 bis 2032. Untersucht wird dort, wie Pflanzen und die Mikroorganismen um sie herum mit Trockenheit und knappen Nährstoffen zurechtkommen. Solche Verbünde bringen langfristig finanzierte Stellen für Doktorandinnen, Postdocs und technisches Personal mit sich.
Träger ist das Land Nordrhein-Westfalen. Neben Professuren schreibt die Universität regelmäßig Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau sowie in Technik und Verwaltung aus. Sie bildet auch selbst aus, in elf Berufen und im Schnitt mit 15 bis 20 Plätzen pro Jahr, vergütet nach dem Tarifvertrag der Länder. Buchbinderinnen lernen hier ebenso wie Fachinformatiker und Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Bibliothek. Für die Beschäftigten gibt es das Weiterbildungsprogramm ProFiL, Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine Dual-Career-Beratung, wenn Partnerin oder Partner mit nach Düsseldorf ziehen.
Nach außen versteht sich die HHU als Bürgeruniversität und öffnet Vorträge und Projekte für die Stadt; international ist sie unter anderem an der europäischen Hochschulallianz UNIVERSEH beteiligt. Eine tagesaktuelle Aufschlüsselung des Personals nach Berufsgruppen veröffentlicht die Universität nicht. Was der Standort hervorbringen kann, zeigt ein Blick zurück: 1984 gründeten Forschende der Universität das Biotechnologieunternehmen Qiagen, das heute weltweit Technik für Probenvorbereitung und molekulare Diagnostik liefert.
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