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3.426 Kinder kamen 2025 in den Kreißsälen des Ortenau Klinikums zur Welt. Knapp 64.800 Menschen wurden im selben Jahr stationär behandelt, dazu über 12.000 ambulant operiert. Getragen wird das von 6.605 Beschäftigten an sechs Klinikstandorten zwischen Achern, Wolfach und Kehl. Eigentümer ist der Ortenaukreis selbst.
Der Verbund arbeitet als gemeinnützige Kommunalanstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Offenburg und ist nach eigenen Angaben der viertgrößte kommunale Klinikverbund Baden-Württembergs. Versorgt werden die rund 432.000 Menschen im Ortenaukreis, mit rund 1.500 Planbetten und einem Pflegeheim in Gengenbach-Fußbach. Die Spannweite der Arbeit ist groß. In Wolfach und Achern geht es um wohnortnahe Grund- und Regelversorgung, in Offenburg um Zentralversorgung mit zahlreichen Fachkliniken und zertifizierten Zentren. Die Standorte Offenburg-Kehl und Lahr sind akademische Lehrkrankenhäuser der Universität Freiburg, Ärztinnen und Ärzte absolvieren hier ihre Facharztweiterbildung.
Ausbildung hat im Haus erkennbar Gewicht: 784 Auszubildende zählte das Klinikum 2025. Unterrichtet wird an drei Bildungszentren für Gesundheits- und Pflegeberufe in Achern, Lahr und Offenburg, die seit 2021 in der Akademie² für Gesundheits- und Pflegeberufe gebündelt sind. Wer schon im Beruf steht, kann sich dort weiterqualifizieren, etwa zur Fachkraft für Intensivpflege und Anästhesie oder für die Leitung einer Station.
Nicht alles spielt sich am Krankenbett ab. In der Radiologie bedienen medizinisch-technische Radiologieassistentinnen die Großgeräte, während die Verwaltung in Offenburg Stellen in Netzwerktechnik und IT-Management ausschreibt. Zu Vergütung und Tarifbindung macht die Karriereseite allerdings keine detaillierten Angaben, danach sollte man im Bewerbungsgespräch fragen.
Das Klinikum baut sich derzeit um. Unter dem Namen „Ortenau 2030“ konzentriert der Kreistag die stationäre Versorgung auf vier Standorte, für Lahr fiel im Oktober 2023 die Entscheidung für einen kompletten Neubau statt einer Sanierung, für Offenburg und Achern sind ebenfalls Neubauten geplant. Kleinere Häuser wie Kehl und Oberkirch werden zu Gesundheitszentren mit Notfallversorgung. Ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze wird in den kommenden Jahren also in neu gebauten Kliniken liegen. Die Zahl der Beschäftigten ist unterdessen von 3.939 im Jahr 2006 auf 6.605 im Jahr 2025 gestiegen.
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