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Achtzig bis hundert Operationen an einem Tag. Über 2.500 Kinder, die im Jahr zur Welt kommen. Und eine Küche, die täglich 4.500 Mahlzeiten auf die Stationen bringt. Das Städtische Klinikum Karlsruhe ist das Haus der Maximalversorgung für die Region Mittlerer Oberrhein, getragen von der Stadt Karlsruhe als Alleingesellschafterin.
Maximalversorgung heißt in der Praxis: Was kleinere Häuser nicht behandeln können, kommt hierher. Das Klinikum hält 1.596 Planbetten in 27 Fachabteilungen und Instituten vor, von der Kardiologie über die Neurochirurgie bis zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, und betreibt neben der Zentralen Notaufnahme eine eigene Kindernotaufnahme. 2024 arbeiteten hier 4.576 Menschen, darunter 698 Ärztinnen und Ärzte und rund 2.350 Beschäftigte in Pflege- und Funktionsdiensten (Zahlen, Daten & Fakten des Klinikums, Stand 2024). Behandelt wurden in diesem Jahr 55.812 stationäre und 195.830 ambulante Patientinnen und Patienten. Damit zählt das Haus zu den größten Arbeitgebern der Stadt.
Der Hauptcampus liegt an der Moltkestraße, mitten in Karlsruhe. Die psychiatrischen Kliniken sind wenige hundert Meter entfernt an der Kaiserallee untergebracht, dazu kommt eine Tagesklinik in Ettlingen. Die Anlage hat Geschichte: Der Klinikkomplex wurde 1907 eröffnet und galt damals als eine der modernsten Krankenhausanlagen Deutschlands. Seit 1994 führt die Stadt das Haus als gemeinnützige GmbH mit Sitz in Karlsruhe.
Wer sich hier bewirbt, landet nicht zwangsläufig am Krankenbett. Neben Medizin und Pflege gibt es Arbeit in der Haustechnik, im gastronomischen Service und in der Verwaltung; Reinigung und Versorgung bündelt das Klinikum in der eigenen Tochtergesellschaft KVD, die ambulante Versorgung im angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum. Ausgebildet wird im eigenen Haus. Der BildungsCampus vereint fünf Berufsfachschulen, eine Sprachschule und eine Akademie für Fort- und Weiterbildung unter einem Dach, insgesamt stehen über 600 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Wer studieren möchte, kann das dual tun: Gemeinsam mit der DHBW bietet das Klinikum unter anderem Angewandte Hebammenwissenschaft und Physician Assistant an.
Bezahlt wird nach Tarif. Je nach Berufsgruppe gelten der TVöD-K, der TV-Ärzte/VKA oder der Rahmentarifvertrag für die Gebäudereinigung, dazu kommen 30 Urlaubstage, Zusatzurlaub bei Schichtarbeit und die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes. Eltern können ihre Kinder in der Betriebskita „Klinikzwerge“ unterbringen. In der Pflege lassen sich Dienste über sogenannte Ad-hoc-Teams selbst zusammenstellen, einschließlich der Entscheidung über Wochenend- und Feiertagsschichten. Eine öffentliche Angabe zur aktuellen Zahl der Auszubildenden macht das Klinikum nicht. Als Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg begleitet das Haus außerdem Medizinstudierende durch Famulatur und Praktisches Jahr, und für Auszubildende gibt es Erasmus+-Aufenthalte im Ausland.
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