3. Einstiegsamt der Fachrichtung Verwaltung und Finanzen

Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
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3. Einstiegsamt der Fachrichtung Verwaltung und Finanzen

Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz bietet Bewerberinnen und Bewerbern, die leistungswillig sind und Verantwortung übernehmen wollen, ein vielseitiges und interessantes dreijähriges duales Studium der allgemeinen und inneren Verwaltung in den Fachrichtungen Straßenrecht oder Verwaltungsbetriebswirtschaft an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Mayen und seinen Dienststellen mit dem Abschluss Bachelor of Arts.

Die Laufbahnausbildung vermittelt den Anwärterinnen und Anwärtern die theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie benötigen, um die Aufgaben des dritten Einstiegsamtes zu erfüllen.

In folgenden Bereichen des Landesbetriebes können Sie tätig werden: Grunderwerb, Organisations- und Personalwesen, Anbau- und Sondernutzung, straßen- oder luftfahrtrechtliche Planfeststellung, Recht, Rechnungswesen und Controlling, Verkehrsrecht, Schwertransporte, Schifffahrt, Eisenbahn oder Luftverkehr.

Voraussetzungen

In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer:

  • den erfolgreichen Abschluss einer zum Studium berechtigenden Schulbildung, Fachhochschulreife oder Hochschulreife, beziehungsweise einen hochschulrechtlich als gleichwertig anerkannten beruflichen Bildungsstand besitzt.
  • die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt.
  • charakterlich, geistig und körperlich für die Laufbahn geeignet erscheint.

Zudem sollten Sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift sehr gut beherrschen, die Fähigkeit zu sozialverantwortlichem Handeln sowie Interesse an der öffentlichen Verwaltung mitbringen.

Die Laufbahnausbildung

Es handelt sich um ein dreijähriges duales Studium. Dieses ist aufgeteilt in mehrere praktische Phasen in verschiedenen Dienststellen des LBM und in fachtheoretische Studienphasen an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen. Dort erwarten Sie unter anderem folgende Schwerpunktfächer:

  • Staats- und Verfassungsrecht
  • Allgemeines Verwaltungsrecht
  • Europarecht
  • Recht der Gefahrenabwehr
  • Recht des öffentlichen Dienstes
  • Straßen- und Verkehrsrecht
  • Öffentliche Finanzwirtschaft
  • Baurecht
  • Privatrecht
  • Interaktion und Kommunikation
  • Verwaltungsbetriebslehre und IT
  • Öffentliche Betriebswirtschaftslehre

Besoldung

Zu Beginn der Ausbildung erfolgt die Ernennung zur Beamtin oder zum Beamten auf Widerruf. Die Bezahlung richtet sich nach dem Landesbesoldungsgesetz und beläuft sich zurzeit auf ca. 1.567 Euro brutto im Monat für Ledige. Verheiratete oder Eltern erhalten entsprechende Zuschläge. Hinzu kommen Beihilfen im Krankheitsfall.

Kontakt

Yannick Schumacher, yannick.schumacher@lbm.rlp.de, Tel.: 0261/3029-1175

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Rund 5.700 Brücken in Rheinland-Pfalz werden regelmäßig geprüft, instandgesetzt und irgendwann neu gebaut. Zuständig dafür ist der Landesbetrieb Mobilität, kurz LBM. Dazu kommen rund 17.400 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, gut 2.000 Kilometer Radwege sowie 30 Tunnel und Galerien. Etwa 3.200 Menschen halten dieses Netz in Betrieb, von der Zentrale in Koblenz bis zur Straßenmeisterei in der Eifel.

Der LBM plant, baut und unterhält den überwiegenden Teil der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Land. Er ist außerdem obere Verkehrsbehörde und für Verkehrsfragen zu Lande, zu Wasser und in der Luft zuständig; am Flughafen Hahn sitzt eine eigene Luftfahrtdienststelle. Die Zentrale in Koblenz residiert in der ehemaligen Kaiserlichen Oberpostdirektion. Vor Ort arbeiten acht regionale Dienststellen, von Gerolstein in der Vulkaneifel bis Speyer am Rhein, dazu 57 Straßenmeistereien. Insgesamt verteilt sich der Betrieb auf rund 70 Standorte im ganzen Land. Wer in der Westpfalz wohnt, muss also nicht nach Koblenz pendeln.

Die Bandbreite der Berufe ist für eine Landesverwaltung ungewöhnlich groß. In den Straßenmeistereien und Zentralwerkstätten sind über 1.200 Straßenwärterinnen und Straßenwärter im Einsatz, im Winterdienst ebenso wie bei der Streckenkontrolle. In den Dienststellen rechnen Bauingenieurinnen Brückenquerschnitte nach, Vermesser nehmen Trassen auf, und Fachinformatiker halten die Technik dahinter am Laufen. Ausgebildet wird im eigenen Haus: Rund 50 junge Menschen fangen pro Jahr an, unter anderem als Straßenwärter, bautechnische Konstrukteure oder Kfz-Mechatroniker. Für den Straßenwärter-Nachwuchs gibt es eine eigene Trainingshalle in Mayen. Wer studieren will, kann das dual tun, etwa im Bauingenieurwesen, in der Vermessung oder in der Landespflege.

Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag der Länder, mit Jahressonderzahlung, betrieblicher Zusatzversorgung und 30 Urlaubstagen; daneben gibt es Beamtenlaufbahnen. Das interne Fortbildungsprogramm umfasst mehr als 200 Seminarthemen und rund 500 Veranstaltungen im Jahr, und wer als Techniker anfängt, kann sich zum Ingenieur weiterqualifizieren. Gleitzeit, Teilzeitmodelle und mobiles Arbeiten sind in den Verwaltungs- und Ingenieurbereichen möglich. Als Landesbetrieb nach § 26 der Landeshaushaltsordnung veröffentlicht der LBM keine Geschäftszahlen wie ein Unternehmen; er ist Teil des Landes Rheinland-Pfalz und dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium nachgeordnet. Geführt wird er von Franz-Josef Theis, seit Juni 2023, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Lutz Nink. Die Wurzeln der Organisation reichen bis 1949 zurück, als die Straßenverwaltung des jungen Landes ihre Arbeit aufnahm; den Namen Landesbetrieb Mobilität trägt sie seit dem 1. Januar 2007.

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