Grabengasse 1
69117 Heidelberg
Deutschland

Seit 1386 wird in Heidelberg gelehrt und geforscht. Älter ist keine Universität in Deutschland. Heute halten 9.169 hauptberuflich Beschäftigte den Betrieb am Laufen, darunter 562 Professuren, und sie betreuen rund 32.200 Studierende. Längst nicht alle Stellen sind Stellen im Hörsaal: In den Werkstätten des Neuenheimer Feldes fertigen Feinmechaniker Bauteile für Experimente, im Botanischen Garten arbeiten Gärtnerinnen.
Die Ruperto Carola ist eine Volluniversität mit zwölf Fakultäten, und sie verteilt sich über drei Teile der Stadt. In der Altstadt sitzen Jura, Theologie und der Großteil der Geisteswissenschaften, teils in Gebäuden, die selbst schon ein paar Jahrhunderte hinter sich haben. Drei Kilometer nördlich, im Neuenheimer Feld, liegen Medizin und Naturwissenschaften Tür an Tür mit dem Universitätsklinikum. Der dritte Campus ist eine umgebaute ehemalige Klinik in Bergheim; seit 2009 arbeiten dort Volkswirtinnen, Soziologen und Politikwissenschaftler unter einem Dach.
Gemessen wird die Universität an ihrer Forschung. Im März 2026 hat sie ihren Titel als Exzellenzuniversität verteidigt, den sie seit 2007 trägt, und wird ab Januar 2027 für weitere sieben Jahre gefördert. Drei Exzellenzcluster gehören dazu, darunter SynthImmune zur Immunforschung und 3D Matter Made to Order, das Heidelberg gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie betreibt. Zehn Professoren der Universität haben einen Nobelpreis erhalten, zuletzt Harald zur Hausen im Jahr 2008 für den Nachweis, dass Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen. Die Gesamteinnahmen lagen zuletzt bei 995,4 Millionen Euro, die Ausgaben aus Drittmitteln bei 367,9 Millionen. Über 6.600 Studierende kommen aus dem Ausland, gut jeder fünfte, und hinter dem Austausch stehen 721 Erasmus-Abkommen.
Im Arbeitsalltag können Beschäftigte in vielen Bereichen zwischen fester und gleitender Arbeitszeit wählen, Telearbeit und Teilzeit sind geregelt. Wer kleine Kinder hat, findet im Kinderhaus der Universität einen Platz in Krippe oder Kita, dazu kommen Ferienbetreuung und eine Notfallbetreuung, wenn kurzfristig etwas dazwischenkommt. Den Weg zur Arbeit bezuschusst die Universität über das Deutschland-Ticket als Job-Ticket. Es gibt einen betriebsärztlichen Dienst, ein Gesundheitsprogramm namens Univital und den Hochschulsport, der auch Mitarbeitenden offensteht. Als Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes zahlt die Universität in eine Zusatzversorgung ein und bietet vermögenswirksame Leistungen.
Weiterbilden kann man sich im Haus. Das Zentrum heiSKILLS bündelt Sprachkurse, Schlüsselkompetenzen und wissenschaftliche Weiterbildung. Für Promovierte läuft seit 2021 heiTRACKS mit Coaching, Qualifizierung und Vernetzung auf dem Weg in eine wissenschaftliche Laufbahn; mehr als 9.500 Doktorandinnen und Doktoranden sind derzeit an der Universität. Wie viele Stellen pro Jahr neu besetzt werden, weist die Universität öffentlich nicht aus. Ausgeschrieben wird über den Stellenmarkt der Universität, in dem Positionen aus Wissenschaft, Verwaltung und Technik zusammenlaufen.
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