Otto-Beck-Straße 11
68165 Mannheim
Deutschland

Die Fusion von Daimler und Chrysler, die Gründung von EADS, aus der später Airbus wurde, und zuletzt die 11,7 Milliarden Euro schwere Übernahme von Covestro durch ADNOC: An allen drei Vorgängen war SZA Schilling, Zutt & Anschütz als Beraterin beteiligt. Zum 125-jährigen Bestehen im Oktober 2025 zählte die Sozietät 139 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, darunter 38 Partnerinnen und Partner. Gearbeitet wird in Mannheim, Frankfurt, München und Brüssel.
Beraten wird auf allen wesentlichen Gebieten des Wirtschaftsrechts, und der Kern liegt im Gesellschaftsrecht und bei Unternehmenskäufen. Verkauft ein Konzern eine Tochter, regelt ein Familienunternehmen die Nachfolge oder läuft ein öffentliches Übernahmeangebot, entstehen Verträge, Gutachten und Hauptversammlungsbeschlüsse, die jemand schreiben und später auch verteidigen muss. Daneben führt die Kanzlei Kartellverfahren, begleitet Hersteller nach Produktrückrufen und vertritt Unternehmen vor Gericht. Legal 500 und JUVE führen SZA unter anderem im Gesellschaftsrecht, bei M&A, im Kartellrecht, in der Prozessführung und in der Produkthaftung.
SZA gehört keinem internationalen Kanzleiverbund an. Von 2000 bis 2008 war die Sozietät Teil der US-Kanzlei Shearman & Sterling, danach kehrte sie in die Eigenständigkeit zurück. Auf der eigenen Startseite steht dazu ein Satz, der das Selbstverständnis knapp zusammenfasst: "Zu uns kommen Konzerne. Weil wir keiner sind." Angefangen hat alles am 1. November 1900, als Ernst Bassermann und Anton Lindeck in Mannheim eine Kanzlei eröffneten, die sich später mit der Sozietät Zutt & Schilling zusammenschloss. Den Honorarumsatz für 2024 gab die Kanzlei im Oktober 2025 mit knapp 70 Millionen Euro an. Sitz der Rechtsanwaltsgesellschaft ist bis heute Mannheim, Otto-Beck-Straße.
Einsteigen kann man auf mehreren Wegen. Referendarinnen und Referendare absolvieren hier ihre Station, Studierende arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter mit, und in den Professional Services kümmern sich etwa Finanzbuchhalter um die Zahlen der Kanzlei. Der Anwaltsweg ist klar getaktet: Nach zwei Jahren als Associate steht der eigene Name auf dem Briefkopf, nach vier Jahren folgt mit der Position als Senior Associate die erste Führungsverantwortung, ab dem siebten Jahr ist die Ernennung zum Principal Associate möglich. Fortgebildet wird intern über die Schilling-Akademie mit Vorträgen und Workshops zu Fachthemen und Soft Skills. Internationale Mandate laufen überwiegend auf Englisch, und Secondments bei Mandanten oder befreundeten Kanzleien im Ausland sind nach Absprache möglich.
Auffällig ist die Nähe zur Wissenschaft, die man an den Namen ablesen kann: Mehrere Partner führen einen Professorentitel, die Kanzlei betreibt einen eigenen Thinktank für rechtswissenschaftliche Fragen, und Partner bringen ihre Expertise in Gesetzgebungskommissionen ein. Wie viele Menschen insgesamt für SZA arbeiten, also einschließlich Sekretariat und Verwaltung, veröffentlicht die Kanzlei nicht. Das Brüsseler Büro an der Square de Meeûs betreut von dort aus Fusionskontrollverfahren und Kartellschadensersatzfälle, während die Zulassungen der übrigen Standorte bei den Rechtsanwaltskammern Karlsruhe, Frankfurt am Main und München liegen.
Otto-Beck-Straße 11
68165 Mannheim
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